Anfrage: Aktueller Sachstand zur Hundesteuer in Hagen

Von Daniel George

Die Hundesteuer in Hagen gehört zu den höchsten in Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Gleichzeitig ist die Zahl der angemeldeten Hunde seit Jahren rückläufig. In der öffentlichen Diskussion wird zudem immer wieder die Frage nach einer angemessenen Gegenleistung für die hohe Steuerlast gestellt. Um eine fundierte politische Bewertung der aktuellen Situation und möglicher zukünftiger Maßnahmen vornehmen zu können, bittet die FDP-Ratsgruppe um die Beantwortung der folgenden Fragen in der Sitzung des HFA am 05.02.2026:

Anfrage

1. Aufkommen, Entwicklung und Kosten

a) Wie hoch waren die jährlichen Einnahmen aus der Hundesteuer in den letzten zehn Jahren (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

b) Wie hat sich die Anzahl der in Hagen gemeldeten Hunde im selben Zeitraum entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?

c) Wie hoch sind die jährlichen Verwaltungskosten, die für die Erhebung der Hundesteuer anfallen (bitte um eine grobe Aufschlüsselung nach Personal- und Sachkosten)?

2. Analyse des Rückgangs gemeldeter Hunde

Die Zahl der gemeldeten Hunde ist laut Berichterstattung in den letzten Jahren rückläufig (von 10.172 im Jahr 2021 auf 9.624 aktuell).

a) Ist dieser Rückgang aus Sicht der Verwaltung auf eine tatsächlich sinkende Hundepopulation im Stadtgebiet zurückzuführen oder eher darauf, dass weniger Hunde zur Steuer angemeldet werden?

b) Die Verwaltung prüft aktuell die Durchführung einer Hundebestandsaufnahme. Wann fand die letzte derartige Überprüfung statt, welche Ergebnisse (z. B. Anzahl der nicht gemeldeten Hunde) hat sie erbracht und mit welchen Kosten wäre eine Neuauflage verbunden?

3. Begründung der Steuerstaffelung

Die Hundesteuer in Hagen ist progressiv gestaffelt (ein Hund: 180 €, zwei Hunde: je 210 €, drei oder mehr Hunde: je 240 €). Im Gegensatz zu anderen Gemeinden werden Kampfhunde nicht zusätzlich besteuert.

a) Welcher sachliche Grund rechtfertigt diese Erhöhung der Steuerlast pro Tier bei der Haltung mehrerer Hunde?

b) Warum werden sogenannte Kampfhunde (Listenhunde) in Hagen im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden nicht erhöht besteuert?

4. Gegenleistungen für die Hundesteuer

a) Welche konkreten, bestehenden Gegenleistungen oder Infrastrukturangebote für Hundehalter (z. B. Unterhalt von Hundewiesen, Bereitstellung von Kotbeutelspendern) werden aus Sicht der Verwaltung derzeit durch das Steueraufkommen mitfinanziert?

b) Gibt es konkrete Planungen, die Angebote für Hundehalter im Stadtgebiet zu verbessern oder auszuweiten?

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